Riskmanagement

BaFin: Sicherheitentransformation bringt „neue Risiken“ ins Bankensystem

4. Juni 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Die EU-Initiative zur Regulierung des außerbörslichen Handels mit Derivat-Produkten (EMIR) lässt die Finanzbranche offenbar neue unkalkulierbare Risiken eingehen.
Laut „Börsen-Zeitung“ beobachtet die Finanzaufsicht BaFin die Bemühungen der Finanzbranche, die steigenden Besicherungsanforderungen für Derivate durch neue Geschäftsmodelle zu erfüllen, äußerst kritisch. Insbesondere das Modell der Sicherheiten-Veredelung (Collateral Transformation) stehe dabei im Fokus, erklärte BaFin-Jurist Stefan Pankoke auf einer Veranstaltung. Um einen Mangel an Sicherheiten bei Derivaten zu beheben, die von den Clearing-Häusern akzeptiert werden, können sich Derivatehändler die benötigten sicheren Wertpapiere bei bestimmten Banken im Tausch gegen mindergute Wertpapiere besorgen: „Banken verleihen Wertpapiere für einen fixen Zeitraum und kassieren dafür Gebühren und Zinsen“…



Aigner: Falschberatung soll tatsächliches Rechtsrisiko werden

3. Juni 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hält die falsche Beratung von Bankkunden für ein Problem, das zu Unrecht als Kavaliersdelikt gilt, und fordert deshalb ein schärferes Vorgehen der Justiz bei Beschwerden geschädigter Kunden. Falschberatung von Bankkunden ist nach Ansicht von Aigner nach wie vor ein Problem in Deutschland. „Leider haben noch nicht alle Banken verstanden, dass Falschberatung kein [...]



EZB-Direktor fordert rasche Bilanzsanierung bei Banken

29. Mai 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Auf einer Veranstaltung in Frankfurt hat EZB-Direktor Jörg Asmussen angekündigt, dass die Notenbank einen klaren Schnitt machen werde, wenn sie die Bilanzen der unter ihre Aufsicht fallenden Banken durchleuchtet. Die als „Asset Quality Review“ bezeichnete Prüfung soll im ersten Quartal 2014 stattfinden, heißt es im Bericht der „Börsen-Zeitung“. Geplant sei, dass die EZB ab Mai [...]



Eigenkapital wanted!

27. Mai 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

In einem Servicebeitrag beschäftigt sich die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ mit dem massiven Bedarf der Banken an Eigenkapital und der Befriedigung dieses Bedarfs. Eingangs wird dabei festgehalten, dass es vor allem die Politik sei, die die Banken zu immer höheren Eigenkapitalquoten dränge. „Die Banken dagegen jammern, das mache ihr Geschäft zu teuer.“ Letztlich sei ein massiver [...]



Reputationsrisiko Steueroptimierung?

16. Mai 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

RisikoGroßbanken rechnen sich mithilfe von Steueroasen ihren Gewinn klein, so der Vorwurf gegen die Branche.
Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet von Mutmaßungen innerhalb der Partei „Die Grünen“, wonach deutsche Großbanken mithilfe ihres weit verzweigten Internationalen Geflechts aus Zweckgesellschaften ihre Gewinne in Steueroasen verlagern, etwa auf die Kaimaninseln, und so ihre Steuerbelastung vermindern. Sparkassen hingegen würden diese Möglichkeit offenbar nicht nutzen, heißt es. Weiter schreibt das Blatt: „Um den Großbanken einen Strich durch die Rechnung zu machen, wollen die Grünen jetzt durchsetzen, dass die Geldhäuser schon ab 2014 offenlegen müssen, in welchen Ländern sie mit wie vielen Mitarbeitern wie viel Gewinne erwirtschaften.“ Diese Forderung gehe aus einem Änderungsantrag zur Bankenregulierung hervor…



Deutsche Bankvorstände bei Libor-Skandal außen vor

29. April 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Prüfungen der Finanzaufsicht Bafin haben ergeben, dass die Vorstände deutscher Banken nicht in den Skandal um Zinsmanipulationen verwickelt gewesen seien. Man habe bislang keine Hinweise auf eine Art systematische Kriminalität gefunden, in die Vorstände eingebunden waren, wird der für die Bankenaufsicht zuständige BaFin-Exekutivdirektor Raimund Röseler zitiert: „Nach unseren bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um Handlungen [...]



Rechtsrisiken drücken Bankenbranche

4. April 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

An der juristischen Front scheint für die Finanzinstitute keine Befriedung in Sicht.
Immer neue und bereits bekannte Vorgänge aus der Finanzkrise kochen hoch und kratzen an der Reputation der Bankenbranche. Aktuell stehen wieder einmal die Deutsche Bank und die britische Royal Bank of Scotland (RBS) im Licht der Presseberichterstattung. So hat die Bundesbank nach Meldung der „Financial Times“ Untersuchungen gegen den deutschen Branchenprimus eingeleitet. Hintergrund ist der Verdacht, dass das Geldhaus im Rahmen der Finanzkrise Derivatepapiere falsch bewertet und so Milliarden-Verluste kaschiert haben soll. Dem „FT“-Bericht zufolge planen Ermittler für die kommende Woche offenbar…



Mit der Bankenunion zum effektiveren Risikomanagement

11. Januar 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Im Zuge der Implementierung einer Bankenunion in Europa könnte auch die Risikovorsorge der Finanzinstitute besser kontrolliert werden.
Diese Einschätzung formuliert Wolfgang Hartmann, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Instituts für Risikomanagement und Regulierung (FIRM), in einem Gastbeitrag für die heutige „Börsen-Zeitung“. Der Experte appelliert an alle beteiligten Akteure, dieses Ziel – dessen entscheidender Part eine einheitliche Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) ist – weiter zu verfolgen. Das Projekt sollte „zügig“ vorangetrieben werden. „Denn aus der Sicht eines Risikomanagers bietet eine solche Einrichtung weitreichende Chancen, von denen der europäische Binnenmarkt, die Nationalstaaten und…



Frankfurt und Peking beim Thema Risikomanagement im Dialog

23. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Die Finanzplätze Frankfurt und Peking wollen in Zukunft verstärkt kooperieren. Im Rahmen seines China-Besuchs hat der Hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bürgermeister des Pekinger Finanzdistrikts, Wang Shaofeng, unterzeichnet. „Bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Kooperation arbeitet das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung mit der FrankfurtRheinMain GmbH und Frankfurt [...]



Warnung vor Zinsrisiken bei US-Banken

22. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Riskmanagement

BankenregulierungDie ehemalige Chefin der US-Einlagensicherung FDIC, Sheila Bair, warnt im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ vor einer trügerischen Sicherheit beim Blick auf die vornehmlich positiven Quartalszahlen der amerikanischen Großbanken.
Deren „Profitabilität“ dürfe nicht mit „Stabilität“ gleichgesetzt werden. Begründung der Ex-Bankenaufseherin: „Die Großbanken profitieren davon, dass die Fed die Zinsen niedrig hält. Deshalb schulden viele Hausbesitzer in günstigere Kredite um. Im Grund ist das ein Geschäft ohne größere Risiken. Aber die Fed kann die Zinsen nicht auf ewig bei fast null Prozent halten. Irgendwann wird also der Refinanzierungsboom vorbei sein. Außerdem haben die Banken dann mit Zinsrisiken zu kämpfen.“ Der US-Häusermarkt hat sich in letzter Zeit erholt und hat etwa bei den Großbanken JP Morgan und Wells…