Plädoyer für stärkere Regulierung auf internationaler Ebene

14. August 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

Nach Meinung des FTD-Kolumnisten Wolfgang Münchau schaffen die bisherigen Regulierungsreformen kein funktionierendes System. Die Gesetzesentwürfe, die momentan sowohl in den USA als auch in Europa durch die verschiedenen Instanzen laufen, seien nicht dazu geeignet, die eigentlichen Probleme dieser Krise zu lösen. „Weder hier noch in den USA gibt es auch nur die geringsten Bemühungen, die Finanzinstrumente, die diese Risikotransformation ermöglichen, zu regulieren“, erklärt Münchau. Die Installation eine zentralen CDS-Clearing sei zwar ein guter Ansatz, aber das grundlegende Problem einer falschen Risikoeinschätzung durch den Gesamtmarkt bleibe bestehen.

Münchau kritisiert weiter: „Anstatt die Finanzinstrumente selbst einer Kontrolle zu unterziehen, wetteifern nationale Regierungen und Regulierungsbehörden immer noch darum, wer denn das Zentrum des zukünftigen Derivatehandels sein darf – London oder New York.“ In sarkastischem Ton fügt der Kolumnist an: „Man hätte erwarten dürfen, dass man zumindest eine gewisse Anstandsfrist lässt, bevor man diese Frage wieder offen diskutiert.“ Der Autor beschreibt folgend die Gefahren neuer Krisen und fordert eine stärkere Regulierung auf internationaler Ebene. „Und das nicht auf Basis freiwilliger internationaler Zusammenarbeit, sondern auf der Grundlage von Regeln, die für alle verbindlich gelten“, erklärt Münchau abschließend.

 


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