„Genaue Kreditprüfung unter Basel II ist selbstverständlich“

17. August 2009 | Von | Kategorie: Basel III

basel2Das Magazin „Euro“ sieht es als Selbstverständlichkeit, dass Finanzinstitute in der Rezession Kredite noch genauer prüfen.
Immerhin rechne die Wirtschaftsauskunft Creditreform allein im laufenden Jahr mit Kreditausfällen von 44 Mrd. Euro. Und: „Je höher das Kreditrisiko, desto mehr Eigenkapital muss ein Finanzinstitut zurückhalten.“ Das schreibe die Eigenkapitalrichtlinie Basel II vor. „Und zwar für bestehende Kredite wie für neue.“ Den Versuch der Bundesregierung im Kampf gegen eine mögliche Kreditklemme die Kreditvergabe über die KfW auszuweiten, bewertet das Magazin kritisch. „Bis zu 90 Prozent Haftungsfreistellung machen Ihrer Hausbank die Kreditentscheidung leichter“, werbe die KfW. Das heißt: „Falls der Kredit platzt, bleibt die Hausbank nur auf zehn Prozent der Kreditsumme sitzen. Die restlichen 90 Prozent übernimmt die KfW. Und das ist letztlich der Steuerzahler.“

Auch das Branchenblatt „Bank und Markt“ thematisiert die Debatte um eine mögliche Kreditklemme und kritisiert dabei die durch die Regierung „aufgebaute Drohkulisse“ gegenüber den Banken. Hier würden Emotionen geschürt, wo es eigentlich gälte, die Dinge sachlich zu klären. „Die prompte Absage auf in die Debatte geworfene Ideen (seitens der EU für den Vorschlag, Basel II auszusetzen und seitens der Bundesbank für die Direktvergabe von Krediten an Unternehmen) zeigen deutlich, dass ein guter Teil der Berliner Kommentare zum Thema im Wesentlichen Wahlkampfdonner ist“, heißt es. „Die Kreditwirtschaft, die mit ihrem ruinierten Ruf nun einmal leben muss, bietet sich für solche Attacken ja auch geradezu an“, so die Anmerkung.

 


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