Finanzaufsichten diskutieren ergänzende Leverage Ratio

29. Januar 2009 | Von | Kategorie: Regulierung, Top News

Auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos hat sich der Chef der britischen Finanzaufsicht FSA, Adair Turner, selbstkritisch zu den Versäumnissen der internationalen Aufsichtsbehörden geäußert.

„The failure to have a counter-cyclical capital adequacy system in place, the failure to have enough capital against the trading books of banks … I think that was a fundamental mistake“, erklärte Turner gegenüber “Reuters Television”. Bei den Beratungen in Davos habe er mit anderen Aufsichtkollegen diskutiert, inwiefern die Einziehung einer Leverage Ratio als Ergänzung von Basel II sinnvoll sein könnte. „There is a very strong belief that some degree of counter-cyclicality is required. But we need to put the flesh on the bones as quickly as possible“, so sein Aufruf zur zügigen Umsetzung von Neuregulierungen.

Ebenfalls in Davos hat der CEO von JPMorgan, Jamie Dimon, die Regierungen dazu aufgefordert, die Versuche Banken zu verstaatlichen schnellstens einzustellen. Auf sein Institut bezogen erklärte Dimon in deutlichem Ton: „JPMorgan would be fine if we stopped talking about (the) damn nationalization of banks … we’ve got plenty of capital.“ Im selben Kontext gestand Dimon jedoch auch ein, dass Banker im Zuge der Finanzkrise „einige ziemliche dumme Dinge“ getan hätten. Gleichzeitig gab er jedoch auch der Politik und den Finanzaufsichten Mitschuld an der Krise. Dabei verwies er u.a. auf die Lücken von Basel II (Quelle: Reuters).

 


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