SoFFin/Stratthaus: Dilemma zwischen Bilanzierung und Basel II

29. Januar 2009 | Von | Kategorie: Basel III, Regulierung

Im Interview der „Rhein-Neckar-Zeitung“ äußert sich das Mitglied im Leitungsgremium des Rettungsfonds SoFFin, Gerhard Stratthaus, zu den Hintergründen der Diskussion um eine so genannte „Bad Bank“. „Wir werden eine Möglichkeit brauchen, wie die toxischen Wertpapiere in ihrer negativen Wirkung zumindest zeitlich verzögert werden“, meint Stratthaus. Nach den neuen Bewertungsrichtlinien müssten die Papiere zum jeweiligen Marktpreis in die Bilanz eingesetzt werden. Gleichzeitig werden sie risikogewichtet nach den Vorschriften von Basel II. „Das bedeutet, wenn ein Papier im Wert fällt, braucht die Bank ein Mehrfaches von Eigenkapital für solche Papiere. Wenn sie dafür aber ihr Eigenkapital verwendet, dann fehlt das, um neue Kredite zu vergeben. Neues Eigenkapital zu bekommen ist für die Banken schwierig, aber dass die Kreditvergabe zurück gefahren wird, wollen wir unbedingt verhindern“, so seine Einschätzung.

 


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