RZB-Chef fordert Aufweichung von Basel II

2. September 2009 | Von | Kategorie: Basel III

basel2Im Rahmen der Präsentation der Halbjahreszahlen seines Instituts hat der Chef der österreichischen Raiffeisen Zentralbank (RZB), Walter Rothensteiner, Kritik an den Basel II-Vorschriften für die Eigenkapitalunterlegung geäußert.
„Die jetzige Regelung sieht vor, dass wenn die Kunden in der Bonität ein bisschen schlechter werden, die Bank sehr viel mehr Kapital benötigt“, betonte der Bankchef. Er plädiert daher für eine Änderung, wonach in solch einem Fall auch von der Bank nur ein „bisschen“ mehr Kapitalunterlegung gefordert werde. „Die Differenz macht mehrere hundert Millionen Euro aus“, sagt er mit Blick auf die RZB. Zudem monierte Rothensteiner die prozyklische Wirkung von Basel II, welche die Effekte der Wirtschaftskrise nur verstärke.

Die Tageszeitung „Die Presse“ erkennt gerade bei den österreichischen Banken, mit ihren großen Kreditengagements in Osteuropa, Probleme mit den Basel II-Richtlinien. Experten zufolge steht diesen Instituten noch eine längere Durststrecke bevor. „Die faulen Kredite werden weiter steigen, zwar langsamer als bisher, aber den Höhepunkt erwarten wir erst 2010“, wird aus einer Analyse der Raiffeisen Centrobank zitiert. Hinzu käme Basel II: Sinken die Bonitätseinstufungen der Kunden, müssen die Banken mehr Eigenkapital hinterlegen (weitere Quellen: boerse-express, OÖNachrichten, Börsen-Zeitung).

 


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