Compliance-Technologie führt zu neuen Risikoexpositionen

14. September 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Regulierungsanforderungen – von Basel II über Sarbanes-Oxley bis hin zu Bestimmungen zur Geldwäsche-Prävention – erfordern von den ihn unterworfenen Unternehmen den Aufbau von internen Prozessen zur Erkennung und Analyse der zugrundeliegenden Risikoexpositionen. Dafür wird oftmals auf Compliance-Technologie und Analysetools von externen Anbietern zurückgegriffen. Kenneth A. Bamberger von der University of California merkt in einer im Fachblatt „Texas Law Review“ veröffentlichten Studie an, dass diese Systeme jedoch auch eigene Risiken mit sich bringen: Sie ermöglichten es Programmierern gesetzliche Anforderungen zu interpretieren, [...] sie würden zu Entscheidungsfindungen neigen, die von einer „Automatisierungs-Befangenheit“ geprägt seien und würden Eigeninteressen gegenüber gesundem Urteilsvermögen privilegieren. Zudem sei die oftmals fehlende Transparenz und Kontrolle der externen Compliance-Systeme problematisch. Gerade im Zuge der Finanzmarktkrise seien diese Gefahren offensichtlich geworden.

Nähere Informationen zur entsprechenden Studie können unter folgendem Kontakt erfragt werden: t.dieterich@rmrg.de

 


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