Baseler Ausschuss will “too big to fail”-Dilemma angehen

21. September 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

Die vom Baseler Ausschuss eingesetzte „Cross-border Bank Resolution“-Arbeitsgruppe hat ihre Empfehlungen zur Adressierung des „too big to fail“-Dilemmas im Bankensektor zur Konsultation gestellt. „Basel will Gefahren von Bankpleiten entschärfen“, so die zusammenfassende Überschrift der Börsen-Zeitung; die Financial Times Deutschland zieht das Fazit: „Bankwächter fordern mehr Rechte.“ Konkret wird vorgeschlagen, dass die nationalen Aufsichtsbehörden die Großbanken über Kapital- und Aufsichtsvorgaben zur Reorganisation – d.h. zu einfacheren Strukturen – bewegen sollen. Der Vorsitzende des Baseler Ausschusses, Nout Wellink, merkte gestern an, dass die vorgelegten Ansätze, zudem die Abwicklung von international operierenden, systemrelevanten Banken erleichtern sollen.

Im Konsultationspapier des Baseler Gremiums wird folgend die Notwendigkeit der präsentierten Regulierungsvorschläge an den Fallbeispielen Lehman Brothers, Fortis, Dexia und der isländischen Kaupthing-Bank verdeutlicht. Ziel sei es, dass nationale Aufseher mehr Einwirkungsrechte erhalten, um dafür zu sorgen, dass Insolvenzfälle nicht zur Instabilität der Finanzsysteme anderer Länder beitragen. Die Börsen-Zeitung merkt an: „Dazu gehört nach Auffassung des Gremiums die Möglichkeit, von einer Insolvenz ausgelöste Terminierungsklauseln in Finanzkontrakten auszusetzen und damit einer Beeinträchtigung der Märkte entgegenzuwirken.“ (weitere Quelle: Pressemitteilung)

Das Konsultationspapier des Baseler Gremiums ist unter folgendem Link abrufbar: http://www.bis.org/publ/bcbs162.htm

 


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