Basel II-Anwendung bei US-Investmentbanken als Krisenursache?

28. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Basel III

basel2Eine Auswirkungsanalyse der Finanzmarktregulierung aus bekannter amerikanischer Sicht:
Das Cato Institute, einer der einflussreichsten ökonomisch-politischen „Think Tanks“ Amerikas, versucht in einem aktuell veröffentlichten „Policy Paper“ am Beispiel der USA zu erörtern, ob eine striktere Regulierung des Finanzsektors die Marktkrise hätte verhindern können. Das zu erwartetende Ergebnis: Die Deregulierung in den 1990ziger Jahren habe nicht zur Subprime-Krise beigetragen. Auch aktuelle Vorschläge zur verschärften Verregelung der Banken werden als wenig wirksam abgetan. In diesem Kontext unterziehen die Cato-Experten auch die Baseler Eigenkapitalregeln einer kritischen Analyse. So hätte das von der Finanzaufsicht SEC für die Investmentbanken angelegte Basel II-Regelwerk zum Krisen-Szenario beigetragen. „Within that framework, mortgages and highly rated mortgage-backed securities were considered safer than normal investment bank activities“, so die Aussage. Alle Akteure der internationalen Bankenregulierung – die Finanzinstitute selbst, Aufsichten und Zentralbanken – hätten diesen Konsens mitgetragen.

Nähere Informationen zum entsprechenden Paper können unter folgendem Kontakt erfragt werden: t.dieterich@rmrg.de

 


Tags: , , , , ,

Keine Kommentare möglich.