Soros sieht Fehler im Baseler Regelwerk

30. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Basel III

In einem Gastbeitrag für Financial Times Deutschland beschreibt der renommierte Investor George Soros die Notwendigkeit einer harten Regulierung des Bankensektors – „von Verschuldungsgrenzen bis hin zur Zerschlagung von Banken“. Jedoch sollte mit einer Umsetzung bis zur Genesung der Finanzinstitute gewartet werden. In seiner Analyse beschreibt Soros u.a. Fehler in den Baseler Eigenkapitalakkorden. „Sie attestieren Wertpapieren in Bankbesitz ein deutlich niedrigeres Risiko als gewöhnlichen Krediten. Dadurch ignorieren sie die systemischen Risiken, wenn eine Wertpapierposition zu stark konzentriert wird.“ Diese Problematik müsse bei den Reformen berücksichtigt werden. Und zwar „[...] indem die Risikobewertung von Wertpapieren in Bankbesitz verschärft wird“.

Zur effektiveren Regulierung systemrelevanter Großbanken (Stichwort „too big to fail“) fordert Soros in seinem Beitrag für die FTD die Begrenzung des Verschuldungsgrads und zielt damit auf das Instrument einer Leverage Ratio ab. „Eigenhandel sollte aus dem Eigenkapital der Bank finanziert werden, nicht aus Einlagen“, so seine Forderung.

 


Tags: , , , ,

Keine Kommentare möglich.