“Systemrelevanz der Großbanken nimmt zu” / Neuer Leitfaden zur Analyse des Systemrisikos

11. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

risiko“Die Zahl der systemrelevanten Institute nimmt ab, aber die Systemrelevanz weniger Banken zu”, so der Ausblick der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf die künftige Strukturierung des Bankensektors im Nachlauf der Finanzkrise.
Damit unterstreicht der FAZ-Kommentar die Notwendigkeit der regulatorischen Adressierung der von Großbanken ausgehenden Systemrisiken. Das Blatt sieht in der Branche “die Schere auseinander gehen” – zwischen Banken, die auf Staatshilfe angewiesen sind, und den Instituten, die darauf nicht angewiesen sind und waren. In Reaktion auf das “too big to fail”-Dilemma in der Branche haben die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Internationale Währungsfonds (IWF) und das Financial Stability Board (FSB) am Wochenende einen gemeinsamen Report vorgelegt, der einen Leitfaden zur Einschätzung des von großen Finanzinstituten ausgehenden Systemrisikos beschreibt. Die darin vorgeschlagenen Ansätze richten sich an die nationalen Aufsichten. Die Angriffspunkte werden darin wie folgt beschrieben: „One critical issue is the ongoing work to reduce the moral hazard posed by systemically important institutions. [...] A second area is the work to address information gaps that were exposed by the recent crisis [...]. A third area is in helping to identify sources of financial sector risk that could have serious macroeconomic consequences.“ Der Report wurden von den G20-Staaten im April diesen Jahres in Auftrag gegeben.

Der entsprechende Report und detaillierte Erklärungen zur Erstellung des Leitfadens sind auf den Seiten der BIZ abrufbar: http://www.bis.org/publ/othp07.htm

 


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