Liquiditätsrisiko muss stärker in den Fokus genommen werden

13. November 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

risiko2„Die Kardinalfrage: Welche Risiken können wir uns leisten?“, titelt der „Platow Brief“ über einem Beitrag, der die Ergebnisse der 4. Risikomanagement-Tagung von Union Investment beleuchtet.
Nach Ansicht des Risiko-Experten von der Uni Basel, Henner Schierenbeck, bedürfe es zur Beantwortung dieser Frage auch der Berücksichtigung des Liquiditätsrisikos, das im Extremfall zur Marktilliquidität führen könne. Die angemessene Erfassung von Liquiditätsrisiken sei entscheidend für das gesamte Risikomanagement und letztendlich auch für die Bilanzierung. Der Experte nahm hier Bezug auf die international kontrovers geführte Debatte über Bewertungen. Zu den größten Problemen und Meinungsdiskrepanzen komme es in Extremsituationen. „So geben Kritiker dem Fair Value-Ansatz im Rahmen von IFRS und US-GAAP zumindest eine Teilschuld an der Finanzkrise. Unterschiedliche Auffassungen zwischen angelsächsischer und kontinentaler Welt erschwerten zudem die Vergleichbarkeit von Abschlüssen und tangierten so den globalen Wettbewerb“, gibt der „Platow Brief“ Schierenbecks Aussagen wieder.

Bereits im Mai dieses Jahres hatten wir über die wissenschaftlichen Untersuchungen des Baseler Universitätsprofessors in Zusammenarbeit mit Union Investment berichtet (vgl. RMRG vom 26.5.).

 


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