Wall Street Journal bewertet RAC positiv / Vergleich zu Basel II

2. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Basel III

paper_side„Ratingagenturen zeigen Unabhängigkeit“, titelt das „Wall Street Journal“ über einem Meinungsbeitrag, der die jüngsten Bemühungen der drei großen Ratingagenturen zur Verbesserung ihrer Analysen wohlwollend kommentiert.
Im Fokus steht dabei der von Standard & Poor’s jüngst vorgestellte und heftig diskutierte Ansatz der Ermittlung eines „Risk Adjusted Capital“ (RAC). Die sich dabei ergebende Eigenkapitalsituation im Bankensektor stelle sich deutlich kritischer dar, als die Basel II-Systematik erkennen lasse. „Granted, the widely used Basel II capital regime is being made stricter, but even after such changes, S&P’s approach could still be tougher, the firm estimates“, schreibt der WSJ-Kommentator.

Der australische Informationsdienst „The Sheet“ bewertet das „Risk Adjusted Capital“ von Standard & Poor’s hingegen deutlich differenzierter und moniert in erster Linie die selektive Datenauswahl der Ratingagentur. So hatte die Schweizer Großbank UBS bemängelt, dass S&P ältere Quartalszahlen bei der Berechnung zugrundegelegt hatte (vgl. RMRG vom 27.11.). Dem Bericht zufolge kam auch von australischen Großbanken Kritik an der Veröffentlichung. Die Methodik zur Ermittlung des RAC wird im „The Sheet“-Beitrag jedoch positiv bewertet – insbesondere die veränderte Gewichtung von Risikoaktiva. „The result of these adjustments was such that for the sample group, risk-weighted assets were on average 70 per cent higher than under the Basel II measure.“

 


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