Trichet sieht weiteren Handlungsbedarf bei Risikomanagement der Banken

13. Januar 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers1Die Wirtschaftspresse berichtete gestern ausführlich über die Aufforderung der führenden Zentralbanker an den Baseler Ausschuss, wonach dieser weitere Vorschläge zur Bankenregulierung unterbreiten soll.
„Wir müssen dafür sorgen, dass das Risikomanagement von Finanzinstituten und Marktteilnehmern erheblich verbessert wird“, so die Aussage von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet im Anschluss an das Neujahrstreffen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die Forderungen laufen nach Ansicht der Börsen-Zeitung auf einen Ausbau des jüngsten Konsultationspapiers zur Basel II-Reform hinaus. „Es brauche noch Fortschritte bei der Ermittlung der Risikovorsorge von Banken, der Einführung eines Rahmenwerks für antizyklische Eigenkapitalpuffer sowie bei dem Umgang mit Risiken, die von ‚systemisch wichtigen’ Banken ausgingen“, fasst das Blatt zusammen. „Central bankers demand new rules“, konstatiert die Financial Times knapp.

Die bei der BIZ versammelten internationalen Aufseher haben den Baseler Ausschuss zudem aufgefordert, bis März Vorschläge für eine Reform der Abschreibungs- und Bewertungsregeln vorzulegen. „Es ist entscheidend, dass die Bilanzstandardsetzer und deren Überwacher einen robusten Ansatz entwickeln, der auf den erwarteten Verlusten basiert“, wird Trichet im Handelsblatt wiedergegeben. Der EZB-Präsident warnte in diesem Zusammenhang, dass die neuen Regeln nicht dazu führen dürften, dass das Fair-Value-Prinzip ausgeweitet werde. Das International Accounting Standards Board (IASB) kündigte nach Bericht der Nachrichtenagentur Reuters in diesem Zusammenhang an, neue Regeln zu Risikovorsorge und Fair-Value-Bewertung bis Jahresende fertigzustellen.

 


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