Banken setzen Entschärfung von Basel III durch

25. Juni 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers_ftWie die Financial Times berichtet, ist den Banken in der Diskussion um die Definition der Basel III-Eigenkapitalregeln offenbar ein Durchbruch gelungen.
Das Volumen der Rücklagen, die Finanzinstitute für eventuelle neue Krisen schaffen sollen, werde herabgesetzt, berichtete das Blatt auf seinem Online-Portal und beruft sich dabei auf Kreise, die dem Prozess der Regelfindung nahe stehen. Ein Entwurf des Baseler Ausschusses zum aktuellen Stand werde auf dem G20-Gipfel im kanadischen Toronto am Wochenende präsentiert, heißt es weiter. An vorgesehenen kurzfristigen Notfallfinanzierungsmaßnahmen werde festgehalten. Die Anforderung, langfristiges Kapital zurückzulegen, könnte dagegen durch ein anderes System ersetzt werden, werden die Quellen wiedergegeben. Die FT führt diese Änderung in klarer Formulierung auf die Lobbyarbeit der Banken zurück und verweist dabei auf die jüngst vom internationalen Bankenverband IIF bei dessen Frühjahrstreffen in Wien vorgestellte Basel III-Auswirkungsstudie. Das IIF unter Leitung von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann führte darin aus, dass eine zu schnelle Umsetzung von Basel III das Wirtschaftswachstum in den USA, der Euro-Zone und Japan bis 2015 um drei Prozent niedriger ausfallen lassen würde. Gleichzeitig würden rund 9,7 Mio. neue Arbeitsplätze weniger entstehen (weitere Quelle: Dow Jones Newswires).

 


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