Einigung bei Selbstbehalt von Verbriefungen / Gütesiegel soll Qualität belegen

7. Juli 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Wie das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe vermeldet, haben CDU/CSU und FDP bei ihrem Streit über den künftigen Selbstbehalt der Emittenten von Forderungsverbriefungen eine Einigung gefunden. Bis 2012 soll es nun bei der von der EU vorgeschlagenen Regelung eines 5-prozentigen Selbstbehalts bleiben. Ab Jahresstart 2012 werde der in den Büchern der Emittenten zu haltende Anteil auf zehn Prozent verdoppelt. Die Union hatte für eine Umsetzung der EU-Richtlinie plädiert – hingegen forderten die Liberalen einen Selbstbehalt von 10 Prozent. CDU und CSU hatten Befürchtungen gehegt, dass es infolge dieses höheren Selbstbehalts negative Auswirkungen auf den lokalen Verbriefungsmarkt geben könnte. Die gefundene Einigung könnte nun zur sehnsüchtig erwarteten Revitalisierung des Segments beitragen – ebenso wie eine Standardisierungsinitiative der deutschen Banken.

Um die Qualität deutscher Verbriefungen zu unterstreichen, hatte der Bankenverband BdB gemeinsam mit der Verbriefungsplattform True Sale International (TSI) bereits vor einiger Zeit eine Art Gütesiegel entwickelt, das einen allgemeinen Qualitätsstandard definiert. Im Gespräch mit der Börsen-Zeitung beschreibt TSI-Geschäftsführer Hartmut Bechtold den mehrstufigen Zertifizierungsprozess wie folgt: Zuerst erfolge Abstimmung des Investorenreports. „Anschließend gehen der TSI-Prüfer und der Originator die rund 40 Punkte der Selbstverpflichtungserklärung durch.“ Werden diese zufriedenstellend beantwortet, stünden am Ende des Prozesses die Erteilung des Zertifikates und die Veröffentlichung verschiedener schriftlicher Unterlagen auf der TSI-Homepage (http://www.true-sale-international.de/home.html).

 


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