Deutsche Bank beschreibt „Regulierungsängste“

28. Juli 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

testsDie Deutsche Bank befürchtet offenbar negative Auswirkungen durch neue Regularien auf ihre Ertragssituation und will prüfen, inwieweit durch diese Verregelungen zusätzlicher Kapitalbedarf nötig werden könnte.
„Wir werden die zusätzlichen Kapitalanforderungen, die aus potenziellen Bankenabgaben, der Dodd-Frank-Finanzmarktreform, den möglichen Auswirkungen von Basel III sowie aus anderen regulatorischen Initiativen entstehen könnten, weiterhin aufmerksam verfolgen“, so der Branchenprimus in seinem gestern veröffentlichten Zwischenbericht. Nach Analyse der Nachrichtenagentur „Dow Jones Newswires“ könnten diese Aussagen auch Marktakteure „hellhörig“ werden lassen, „da an den Finanzmärkten seit langem über eine Kapitalerhöhung spekuliert wird“. Diese sei jedoch nur bei Zukäufen erforderlich, hatte die Bank verdeutlicht. „Nun könnte ein zusätzlicher Kapitalbedarf, der aus Regularien entstehen könnte, die Vorräte der Bank weiter schmelzen lassen.“

Die mit den gestern vorgestellten Quartalszahlen der Bank kommunizierte Kernkapitalquote scheint jedoch keinen Anlass zur Beunruhigung zu geben. Die Deutsche Bank sei kapitalseitig „komfortabel aufgestellt“: „Das Institut verfügt derzeit über 4 Mrd. Euro Überschusskapital gegenüber der Tier-1-Zielmarke von 10%.“ Die Tier 1-Kernkapitalquote lag mit 11,3 Prozent leicht höher als Ende des ersten Vierteljahrs. Insgesamt konnte die Bank im zweiten Quartal ihren Gewinn etwas steigern. So betrug der Gewinn nach Steuern 1,2 Mrd. Euro, nach 1,1 Mrd. im Vorjahr (weitere Quellen: dpa-AFX, FTD.de).

 


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