Basel III-getriebene Anteilsverkäufe eröffnen BlackRock Chancen

19. August 2010 | Von | Kategorie: Basel III

papers11Die Spekulationen um die Veräußerung von Anteilen am Vermögensverwalter BlackRock durch die Bank of America (BoA) steht seit einigen Tagen im medialen Fokus.
So verweist das Handelsblatt als möglichen Grund die Regelungen von Basel III an. „Darin ist vorgesehen, dass Banken das Eigenkapital von Minderheitsbeteiligungen nur noch sehr eingeschränkt auf ihr Eigenkapital anrechnen dürfen. Damit können solche Beteiligungen künftig zur Last werden“, heißt es erklärend. Zwar sei der federführende Baseler Ausschuss von seinen ursprünglichen Plänen abgerückt, das Kernkapital von Beteiligungen überhaupt nicht mehr zu berücksichtigen. „Doch das anrechenbare Kernkapital der Beteiligung darf zehn Prozent des Kernkapitals der Bank nicht überschreiten.“ Weiter führt man auch die Effekte der US-Finanzmarktreform als mögliche Motivation an. „Unter anderem begrenzen die neuen Gesetze die Investments von Banken in Hedge-Fonds und Private-Equity-Fonds auf drei Prozent des Kernkapitals“, so die Anmerkung. Die BoA habe sich bereits von Private-Equity-Investitionen in Höhe von drei Mrd. Dollar getrennt.

Bei den Analysten der Credit Suisse geht man nun davon aus, dass der Druck von Basel III und der US-Finanzreform sogar mehrere der Großaktionäre zu einem Verkauf der Aktien bewegen könnten. BlackRock könne die Möglichkeiten nutzen, um die Aktienanzahl zu reduzieren und den Anteil strategischer Investoren zu erhöhen (weitere Quelle: Aktiencheck).

 


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