Posch warnt vor Folgen von Regulierungsalleingängen

26. August 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

papers7Hessens Wirtschaftsminister, der FDP-Politiker Dieter Posch, hat zum wiederholten Mal vor den Folgen nationaler Alleingänge bei der Reform der Finanzmärkte für den Finanzplatz Frankfurt gewarnt.
Im Gespräch mit der „FAZ Rhein-Main-Zeitung“ wies er auf möglichen Wettbewerbsverzerrungen für deutsche Banken, sollte eine Finanztransaktionssteuer auf nationaler Ebene eingeführt werden. Die Region müsse mit Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer oder auch der Einkommensteuer zu rechnen, wenn die Banken durch zu viel Regulierung belastet würden. Trotz der Warnung vor einer Überregulierung sagte Posch gegenüber der Zeitung, dass die Basel III-Eigenkapitalregeln für Banken nicht verwässert werden dürften. „Eine Aufweichung der Regeln würde Poschs Ansicht dazu führen, dass wieder riskantere Kredite vergeben würden“, heißt es im Beitrag zusammenfassend. Auch bei Basel III sei wichtig, dass die Regeln möglichst überall in der Welt gleichermaßen angewendet würden.

Von den Kreditinstituten forderte Posch eine stärkere Positionierung für den Finanzplatz. So werde die in der Initiative „Frankfurt Main Finance“ gefundene, gemeinsame Stimme der Banken zu wenig genutzt, „um in Berlin oder Brüssel die Interessen des Finanzplatzes zu vertreten“.

 


Tags: , , , , ,

Keine Kommentare möglich.