Freie Sparkassen kritisieren Basel III-Details

24. September 2010 | Von | Kategorie: Basel III

Die privatrechtlich organisierten europäischen Sparkassen warnen nach Ansicht der Börsen-Zeitung vor unerwünschten Nebenwirkungen des Basel III-Regelwerks. Prinzipiell begrüßt man zwar die Stoßrichtung der Regularien, doch an vielen Details entzündet sich die Kritik der freien Sparkassen. So spiele die Systemrelevanz der Banken bei der Definition der Eigenkapitalanforderungen keine Rolle. „Für sich selbst fürchten die in Deutschland als Aktiengesellschaft AG geführten freien Sparkassen erhebliche Nachteile, weil stille Einlagen für diese Rechtsform nicht mehr als hartes Kernkapital anerkannt werden sollen“, notiert die Zeitung. Zudem wird die ergänzende Leverage Ratio moniert: Diese würde für Banken gerade Anreize setzen, Bilanzpositionen verstärkt über den Kapitalmarkt abzuwickeln, Absicherungspositionen in Derivaten aufzulösen oder sogar das Kreditangebot zurückzufahren.

 


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