Analyse: Kreditrisikotransfer und makroökonomische Faktoren

11. November 2010 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Im Rahmen des „Lamfalussy Fellowship“-Programmes der Europäischen Zentralbank (EZB) beleuchtet Prof. Ester Faia vom House of Finance an der Frankfurter Goethe-Universität in einem aktuell veröffentlichten Arbeitspapier die Zusammenhänge zwischen Kreditrisiken und makroökonomischen Faktoren. Sie verweist einleitend auf die Tatsache, dass die Finanzkrise die Schwächen des so genannten „originate to distribute“-Modells im Bankensektor aufgezeigt habe. Damit wird allgemein die Forderungsveräußerung durch Finanzinstitute an Dritte – meist Zweckgesellschaften – beschrieben, infolge derer die originierende Bank für die ausgelagerten Kredite das aufsichtsrechtlich vorgeschriebene Eigenkapital nicht vorhalten muss. Bei dieser Systematik seien die Verknüpfungen zur Makroökonomie und der Geldpolitik bislang nur unzureichend analysiert worden, so Faia. Auf Basis eines eigenen Analysemodells fasst die Autorin ihre Erkenntnisse wie folgt zusammen: „The possibility of transferring credit reduces the impact of liquidity shocks on bank balance sheets, but also reduces the bank incentive to monitor.“ Und weiter: „As a result, secondary markets allow to release bank capital and exacerbate the effect of productivity and other macroeconomic shocks on output and inflation. By offering a possibility of capital recycling and by reducing bank monitoring, secondary credit markets in general equilibrium allow banks to take on more risk.“

Nähere Informationen zur entsprechenden Analyse können unter folgendem Kontakt erfragt werden: t.dieterich@rmrg.de

 


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