Personalplanung der BaFin sorgt für Irritationen

24. November 2010 | Von | Kategorie: Top News

paper_sideDer geplante Aufbau neuer Stellen bei der deutschen Finanzaufsicht sorgt aktuell für Irritationen.
Nach Informationen der Financial Times Deutschland soll die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) personell deutlich verstärkt werden. Demnach will der Verwaltungsrat der Behörde morgen 240 neue Stellen genehmigen – ein Plus von gut 13 Prozent. Damit soll die Behörde ihrem ausgeweiteten Aufgabenfeld gerecht werden. Das Handelsblatt berichtet jedoch aktuell, dass ein größerer Anteil der Stellen offenbar im Verwaltungsbereich der Behörde aufgebaut werden soll – und nicht im operativen Bereich. Diese Planung sorge für Unmut und irritiere die Finanzbranche. Die FTD merkt kritisch an, dass mit dieser Maßnahme auch das Qualitätsproblem beim Personal der BaFin nicht gelöst würde, welches durch die starren Gehaltsstrukturen in der Behörde entstehe. Die Bankenbranche signalisierte dem FTD-Bericht zufolge am Montag ihre Bereitschaft, voraussichtlich eine höhere Umlage an die BaFin zu entrichten. „Die Finanzaufsicht muss schlagkräftiger werden. Wir tragen das daher bereitwillig mit“, habe es bei einem Bankenverband geheißen. Der Chief Risk Officer der Deutschen Bank, Hugo Bänziger, hatte sich nach Bericht der Börsen-Zeitung allgemein gefasst dafür ausgesprochen, die Mitarbeiter der deutschen Finanzaufsicht besser zu vergüten.

Die Bonner Behörde unter Leitung von BaFin-Chef Jochen Sanio hat derzeit zirka 1830 Mitarbeiter. Als „operative Säulen“ fungieren die Fachbereiche, die die Aufsicht über Banken, Versicherungen und den Handel mit Wertpapieren gewährleisten. Zudem gibt es Einheiten die sektorübergreifende oder organisatorisch-verwaltungstechnische Aufgaben wahrnehmen (z.B. Risikomodellierung und Geldwäsche).

 


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