„Schattenwelt“ im Finanzsektor soll in Regulierung einbezogen werden

3. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Experten warnen, dass die Bankenregulierung zu einer Verlagerung von Risiken in die unregulierte „Schattenwelt“ des Finanzsektors führt. „Wir müssen aufpassen, dass wir außerhalb der Bankenwelt keine neuen Monster kreieren“, so die Warnung von JP Morgan-Chef Jamie Dimon. „Während die Finanzaufsicht gerade für die Banken schärfere Kapitalregeln Basel III erlassen hat, häufen Hedge-Fonds, Private-Equity-Gesellschaften, aber auch Handelsfirmen und Geldmarktfonds neue Risiken an, die auf den Radarschirmen der Aufsichtsbehörden nicht sichtbar sind“, merkt das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe an. Der Schatten sei bereits größer als das Original. Daher wolle Mario Draghi, Chairman des Financial Stability Boards (FSB), diese „Schattenwelt“ jetzt stärker ausleuchten. Nicht nur die systemrelevante Banken müssen demnach mit strengeren Auflagen rechnen, sondern auch die größten Nicht-Banken. Denkbar seien höhere Kapitalpolster, aber vor allem mehr Transparenz. „Die Aufgabe ist umso dringlicher, als die neuen Kapitalregeln die Banken dazu veranlassen, riskante Geschäfte in die Schattenwelt zu verschieben“, so das Handelsblatt.

 


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