BdB zieht kritisches Fazit zu Regulierungsvorhaben

31. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

„Wie viel Regulierung verträgt eine Bank?“, so die Fragestellung eines Beitrags von Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), für die aktuelle Ausgabe des Branchenblatts „die bank“. Seiner Ansicht nach gibt es vier „Gradmesser“ einer „verträglichen staatlichen Regulierung“. Diese definiert Kemmer wie folgt: „Berücksichtigung aller berechtigten Anspruchsgruppen, Ausgewogenheit zwischen fair bewerteten Regulierungskosten und -nutzen, handwerklich saubere und abgestimmte Regeln und Maßnahmen sowie die Wahrung gleicher Wettbewerbschancen für alle Marktteilnehmer auch im internationalen Umfeld“. Auf Basis dieser Festlegung kommt der ehemalige Chef der BayernLB zu einem kritischen Fazit der aktuellen Regulierungsvorhaben: „Basel III wird zunächst trotz unklarer Gesamtwirkungen verabschiedet, Vorgaben zu Vergütungssystemen werden mehrfach geändert, eine Finanztransaktionssteuer im Alleingang ist mangels internationaler Akzeptanz nicht ausgeschlossen.“

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) kann diese Kritik am Regulierungsprozess zum Jahresstart nun auch auf dem Vorsitz im Zentralen Kreditausschusses (ZKA) artikulieren. Der ZKA erarbeitet Vorschläge und Stellungnahmen gegenüber Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, BaFin und Bundesbank und gegenüber internationalen Institutionen. Schwerpunkte der Arbeit im abgelaufenen Jahr waren laut Deutschem Sparkassen- und Giroverband (DSGV), der die ZKA-Führung morgen turnusgemäß abgibt, unter anderem die Konsultationen des Baseler Ausschusses zum Basel III-Regelwerk (weitere Quellen: Dow Jones Newswires, Börsen-Zeitung).

 


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