US-Banken fordern Erleichterungen bei Liquiditätsregeln

5. November 2011 | Von | Kategorie: Top News

liquidbaselDie Finanzinstitute in den USA befürchten Wettbewerbsnachteile infolge der neuen Liquiditätsregeln im Eigenkapitalakkord Basel III. Die „Financial Times“ und die „New York Times“ zitieren entsprechende Aussagen aus einem Brief der Finanzgruppe Clearing House an den US-Finanzminister Timothy Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke.
Die Bank sieht in einer zugrundeliegenden Studie (Titel: „How much capital is enough?“) insbesondere durch die Definition der vorgeschriebenen Vermögenswerte, die von den Instituten als kurzfristiger Liquiditätspuffer vorgehalten werden können, einen Nachteil erwachsen. Grund sei die mögliche, flexiblere Auslegung der Baseler Regularien durch die europäischen Aufseher. „Es ist daher extrem wichtig, dass auch die US-Aufsichtsbehörden die selbe Flexibilität an den Tag legen, wie ihre europäischen Pendants“, heißt es bei der Clearing House Group. Infolge der Regeln warnt die Finanzgruppe in ihrer Studie, dass die Eigenkapitalrentabilität der US-Institute im Schnitt um 4,9 Prozent absinken könnte.

Bereits im September diesen Jahres hatte JP Morgan-Chef Jamie Dimon das gesamte Regelwerk Basel III als „anti-amerikanisch“ kritisiert – eine Kritik die seitens der US-Aufseher und dem Baseler Ausschuss letztendlich unerhört blieb. Nunmehr legt die amerikanische Banken-Lobby nach Ansicht der „Financial Times“ ihren Fokus auf die Abschwächung der Liquiditätsregeln.

Nähere Informationen zur entsprechenden Studie können unter folgendem Kontakt erfragt werden: t.dieterich@rmrg.de

 


Tags: , , , , , , , ,

Keine Kommentare möglich.