Basel III-Umsetzung: Schweiz weiterhin vorbildlich

23. Juli 2012 | Von | Kategorie: Basel III

swissfinishDie Schweiz bleibt weiter Vorreiter bei der Umsetzung der Eigenkapitalrichtlinien Basel III.
Die Finanzmarktaufsicht des Alpenlandes veröffentlichte am vergangenen Mittwoch ein Rundschreiben, wonach die Ausführungsbestimmungen zu den verschärften Kapitalvorschriften am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Demnach müssen die Institute künftig Mindesteigenkapital von 8 Prozent und einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von 2,5 Prozent der risikogewichteten Anlagen (RWA) halten. Insgesamt 7 Prozent müssen dabei aus hartem Kernkapital bestehen. Die „Börsen-Zeitung“ konstatiert daher: „Schweiz treibt Basel III voran.“ Ebenso werden in dem Rundschreiben für die systemrelevanten Großbanken des Landes, die Credit Suisse und die UBS, zusätzliche Kapitalauflagen festgelegt. Danach müssen Schweizer Banken eine Basiskomponente von 4,5 Prozent und einen Eigenkapitalpuffer von 8,5 Prozent der risikogewichteten Positionen aufbauen. „10 dieser 13 Prozent müssen aus hartem Kernkapital bestehen. 3 Prozent dürfen mit sogenannten CoCo-Bonds erfüllt werden. [...] Systemrelevante Banken, deren Konkurs die gesamte Volkswirtschaft gefährden würde, müssen darüber hinaus eine progressive Eigenkapital-Komponente aufweisen. Diese hängt von der Bilanzgröße und dem Marktanteil der betroffenen Bank ab“, erklärt die Nachrichtenagentur „AWP“.

Die Inhalte des Finma-Rundschreibens sind unter folgenden Link abrufbar: http://www.finma.ch/d/aktuell/Seiten/mm-rs-umsetzung-b2-tbtf-20120718.aspx

 


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Ein Kommentar
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  1. [...] Vor dem Hintergrund schärferer Kapitalanforderungen (Basel III) bemühen sich die Banken fortlaufend um die Stärkung ihrer Eigenkapitaldecken – teils auch mit fragwürdigen Methoden. Aktuelles Beispiel ist die Schweizer Großbank UBS, die sich nach Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung“ mit einer Emission von nachrangigen, „verlustabsorbierenden” Schuldverschreibungen auf die zusätzlichen Kapitalauflagen für systemrelevante Banken vorbereitet. Die Papiere sollen sich auf ein Volumen von 2 Mrd. US-Dollar belaufen. Hintergrund sind die Anforderungen der Schweiz an die zwei so genannten „too big to fail“-Banken des Landes, die Credit Suisse und die UBS. Diese systemrelevanten Banken, deren Konkurs die gesamte Volkswirtschaft gefährden würde, müssen in der Schweiz eine progressive Eigenkapital-Komponente aufweisen. Diese hängt von der Bilanzgröße und dem Marktanteil der betroffenen Bank ab (vgl. RMRG vom 23.7.). [...]