Eigenkapital: BaFin-Chefin fordert von Banken weitere Anstrengungen

30. Juli 2012 | Von | Kategorie: Basel III

Die Chefin der Finanzaufsicht BaFin, Elke König, hat auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsbeirates Bayern in München die Notwendigkeit unterstrichen, dass die deutschen Banken ihre Eigenkapitalsituation verbessern müssen. Diese Forderung bezog König sowohl auf Qualität als auch Höhe der Kapitalausstattung. Auffällig war dabei der besondere Hinweis auf die kleineren Finanzinstitute, wie etwa Sparkassen. „Die nächste Krise wird anders verlaufen”, mahnte König in Bezug auf die Tatsache, dass etwa die Sparkassen die Finanzkrise relativ unbeschadet überstanden hatten. Das gesamte System muss nach Meinung Königs gestärkt werden. „BaFin-Chefin hält deutsche Banken für zu schwach kapitalisiert“, so das in einer Überschrift gefasste Fazit des „Platow Briefs“ zu den Aussagen Königs.

In der laufenden Debatte um eine Bankenzerschlagung (vgl. RMRG vom 23.7.), wollte sich die BaFin-Chefin Forderungen nach Installierung eines Trennbankensystems nicht anschließen. Global tätige Industriekonzerne bräuchten große Banken, um ihre Geschäfte zu finanzieren. Es sei nicht bewiesen, dass eine Trennung der beiden Welten zu mehr Stabilität führe, erklärte die Aufseherin (Quellen: Reuters, Platow Brief).

 


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