IFM: Immobilienbranche legt Fokus auf besseres Risikomanagement

10. August 2012 | Von | Kategorie: Top News

immobilienAuch für die Immobilienunternehmen gewinnt eine effizientere Risikosteuerung größere Bedeutung.
In einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ beleuchtet Georg Glatzel, Vorstandsvorsitzender der IFM Immobilien AG, die Hintergründe dieser Entwicklung. Einerseits sei das Markumfeld von einer höheren Volatilität, kürzeren und schneller aufeinanderfolgenden Marktzyklen und wesentlich stärkeren Wechselwirkungen zwischen den internationalen Finanz- und Immobilienmärkten geprägt. Andererseits hätten die Banken ihre Kriterien bei der Immobilienfinanzierung infolge neuer Regularien (z.B. Basel III) verschärft – nunmehr müssten Investoren einen höheren Eigenkapitalanteil beisteuern. Aus dieser Gemengelage ergeben sich nach Ansicht Glatzels zwei Notwendigkeiten für Immobilienunternehmen: „Zum einen muss die Profitabilität erhöht werden, auch um die Abhängigkeit von der Fremdfinanzierung zu verringern. Zum anderen müssen Risiken im Unternehmen anders beurteilt werden als früher.“ Dazu merkt der Autor an: „Wurden in der Boomphase vor der Finanzkrise häufig noch relativ kurz laufende Finanzierungen – etwa über zwei Jahre – abgeschlossen, so bevorzugt man heute eher Finanzierungen mit mittelfristigen Laufzeiten von etwa vier Jahren.“

Weiter führt der IFM-Vormann aus: „Ein wichtiges Element des internen Risikomanagements ist auch die kontinuierliche Evaluierung der laufenden Projekte im Hinblick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit. Auch wenn der Ausstieg erst in einigen Jahren vorgesehen ist, sollte jedes Projekt regelmäßig daraufhin überprüft werden, ob es zu aktuellen Bedingungen marktgängig und vor allem auch refinanzierbar wäre. Wenn Letzteres nicht der Fall ist, sind höchste Zweifel an der Werthaltigkeit der betreffenden Liegenschaft angebracht.“ Sodann müsse „die Positionierung des Objekts am Markt“ überprüft und gegebenenfalls modifiziert werden (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung).

 


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