Apobank mit sorgenvollem Blick auf Länderrisiko

31. August 2012 | Von | Kategorie: Riskmanagement

apobankIm Zuge ihrer Veröffentlichung der Halbjahreszahlen hat sich die genossenschaftliche Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) ausführlich zur eigenen Risikolage geäußert.
Aus dem Risikobericht des Instituts geht hervor, dass dabei insbesondere das Länderrisiko ganz oben auf der Beobachtungsliste steht. Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise sind dabei die Expositionen gegenüber europäischen Ländern von herausgehobener Bedeutung. „Aus den Altbeständen bestand zum Ende des ersten Halbjahres 2012 noch ein wesentliches direktes Länderrisiko mit Bezug zu den in Europa im Fokus stehenden Staaten gegenüber Italien, zum überwiegenden Teil in Form von Credit-Default-Swaps (CDS)“, heißt es in dem Bericht verklausuliert. Weiter teilt die Bank mit: „Indirekte Länderrisiken in den im Fokus stehenden Staaten im Euro-Raum bestanden zum Stichtag in größerem Umfang zum einen über den Bankensektor, zum anderen in Form von Verbriefungen (ABS-Strukturen) in Italien, Spanien, Portugal und Irland.“ Demnach beliefen sich etwa die Forderungen gegenüber spanischen Banken zum Halbjahr 2012 „auf rund 150 Mio. Euro“.

Die Apobank verdeutlicht in diesem Zusammenhang, dass man diese Risikoexpositionen „laufend intensiv“ überwache und bei passender Marktlage auch abbauen wolle. Wie bedeutsam diese Risiken für die Gesamtsituation des Instituts sind, verdeutlicht folgendes Fazit im Risikobericht: „In den Stressszenarien ist die Risikotragfähigkeit der Bank als unverändert angespannt zu beurteilen.“ (Quellen: PM, Halbjahresbericht Apobank, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 


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  1. [...] zum Artikel Tags » Autor: Dr. Dohmeier Datum: Saturday, 1. September 2012 7:10 Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemein, Versorgungswerk Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren [...]