Hedge-Fonds entdecken das Risikomanagement

7. September 2012 | Von | Kategorie: Top News

hedgefondsEin geändertes Marktumfeld und Anforderungen ihrer Investoren zwingen Hedge-Fonds, ihr Risikomanagement zu verbessern und transparenter zu kommunizieren.
Eine aktuell veröffentlichte Erhebung der Managed Funds Association, der US-Bank BNY Mellon und der Risikoanalysten von HedgeMark zeigt auf, dass in der Branche ein Umdenken in Sachen Risikosteuerung stattfindet. Dazu wurden die Risikochefs global agierender Hedge-Fonds, institutionelle Investoren und andere Akteure des Marktsegments befragt. Demnach wird prognostiziert, dass 41 Prozent des Investor-Reportings der Fonds in fünf Jahren auf täglicher oder wöchentlicher Basis erfolgen wird. Aktuell beträgt dieser Anteil erst 22 Prozent – im Jahr 2007 lag er noch bei 12 Prozent. Weiter zeigt die Studie auf, dass mittlerweile fast 80 Prozent der Investmentvehikel die Funktionen des Risiko- und des Fondsmanagements voneinander getrennt haben. Zudem seien 60 Prozent der Manager in großen Hedge-Fonds explizit mit Aufgaben des Risikomanagements betraut. Auch setzten 91 Prozent der Fonds zumindest in einigen Bereichen der internen Risikoüberwachung auf die Expertise von externen Dienstleistern.

„Das Risiko ist seit je her ein zentraler Faktor im Investmentprozess“, so Andrew Lapkin, Chef von HedgeMark, „aber mittlerweile kann man einen signifikant verstärkten Risikofokus seitens der Fonds und deren Investoren ausmachen“. „Hedge-Fonds operieren heutzutage in einem dramatisch gewandelten Umfeld – verglichen mit der Zeit vor 5 oder 10 Jahren“, erklärt Richard Baker, Chef der Lobbyorganisation Managed Funds Association. Verwiesen wird auf die direkten oder indirekten Effekte verschärfter regulatorische Anforderungen (z.B. UCITS-Novellierungen, EMIR, Basel III, Dodd-Frank Act), eine massive Skepsis der Öffentlichkeit gegenüber den Fonds und die wirtschaftliche Unsicherheit infolge der Finanzkrise. Hedge-Fonds-Manager müssten sich derzeit deutlich bedachter zwischen den konzentrischen Grenzen von Risikoaversion und -akzeptanz bewegen, um die selbstgesteckten Ziele erreichen zu können (Quellen: HedgeWeek, Hedge Funds Review).

Nähere Informationen zur genannten Studie können unter folgendem Kontakt erfragt werden: t.dieterich@rmrg.de

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