Internationale Einführung von Basel III zum Jahresstart 2013 gescheitert

9. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Top News

Der Baseler Ausschuss hat seinen aktuellen Fortschrittsbericht zur Umsetzung der Basel III-Eigenkapitalregeln auf internationaler Ebene veröffentlicht.
In ihrem Report machen die Regulatoren deutlich, dass eine weltweit einheitliche Einführung des dritten Baseler Eigenkapitalakkords zum Jahresstart 2013 nicht möglich ist. „Es ist klar, dass nicht alle Länder rechtzeitig startbereit sein werden“, erklärt der Chef des Baseler Ausschusses, Stefan Ingves. Während einige Länder die Umsetzung der Regeln in nationales Recht bereits publiziert haben, hinken andere Nationen deutlich hinterher. So haben China, Japan, Singapur, Indien und Saudi Arabien ihre endgültigen Regularien schon veröffentlicht. Die Türkei und Argentinien liegen mit der Umsetzung der Vorschriften am weitesten zurück. Der Report dokumentiert zudem, dass die Europäische Union und die USA immer noch in der Entwurfphase der Regularien feststecken. Beim EU-Prozess wird von den Baseler Regulatoren u.a. moniert, dass die Definition des Kernkapitals nicht ausreichend detailliert ist. Das Fazit des „Handelsblatts“ zu dem Report lautet daher: „Viele Institute verfehlen Basel-III-Regeln“. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ merkt dazu an: „Die Basel III-Regeln treten Anfang 2013 in Kraft und werden schrittweise bis 2019 voll umgesetzt. Mit ihnen sollen die Banken krisenfester werden. Jedoch werden bei einer nicht einheitlichen Umsetzung Wettbewerbsverzerrungen befürchtet.“ (weitere Quellen: Bloomberg)

 


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