Verbriefungen: Basel visiert höhere Eigenkapitalunterlegung an

23. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Die Bankenaufseher planen einer schärfere Verregelung von Forderungsverbriefungen.
Wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ berichtet, will der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht die Regulierung von Kreditverbriefungen (Asset-Backed-Securities / ABS) einer „fundamentalen“ Überprüfung unterziehen. Dies habe der Generalsekretär des Gremiums, Wayne Byres, erklärt. Demnach werden eine höhere Eigenkapitalunterlegung der Finanzkonstrukte und schärfere Offenlegungspflichten für die zugrundeliegenden Kredite erwogen. „Letzten Endes geht es darum, wie das Kapital bewertet wird, aber es geht auch darum zu reflektieren, was wir aus der Krise über die Verbriefungen gelernt haben und über die Art und Weise wie die Risiken innerhalb der Verbriefungen funktionieren“, wird der Australier Byres zitiert. „Im Idealfall kann das Rahmenwerk vereinfacht werden, das wäre gut”, so der Aufseher weiter. „Wenn wir unsere Abhängigkeit von den Ratingagenturen verringern könnten – ein breiteres Thema, das bei einem großen Teil unserer Arbeit eine Rolle spielt – wäre das ebenfalls gut.“ Bis zum Jahresende will Basel erste Regulierungsentwürfe präsentieren.

Das Fehlen von belastbaren Vorgaben für Bankenkapital hat nach Einschätzung des Verbands International Organization of Securities Commissions (IOSCO) wahrscheinlich zu dem Boom der Forderungsverbriefungen vor der Finanzkrise geführt. Der Verbriefungsmarkt, auf dem Kreditrisiken gebündelt weiterverkauft wurden, stand im Zentrum der US Immobilienkrise (weitere Quellen: Financial Times Deutschland, Börsen-Zeitung).

 


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