EZB-Präsident: Keine gemeinsame Einlagensicherung in Europa notwendig

12. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Die von den deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken heftig kritisierte gemeinsame Einlagensicherung der Banken im Rahmen einer europäischen Bankenunion stößt auch bei der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) auf zweifelnde Kommentierung. „Draghi rückt von gemeinsamer Einlagensicherung ab“, notierte jüngst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und verwies auf entsprechende Aussagen des EZB-Chefs Mario Draghi vor deutschen Genossenschaftsbankern. Die Einrichtung und Finanzierung der Einlagensicherungssysteme von Banken könne laut dem EZB-Vormann im Rahmen der anvisierten Bankenunion in Europa in nationaler Verantwortung bleiben. „Eine Finanzunion impliziert … nicht notwendigerweise ein Pooling von Einlagensicherungssystemen“, so der Italiener. Bislang habe die EZB die entsprechenden Pläne Brüssels gestützt, heißt es im Beitrag. In einem Kommentar analysiert die Zeitung zu diesem Positionswandel: „Dem EZB-Präsidenten ist klargeworden, dass eine Vergemeinschaftung der Risiken und der Haftung zu Lasten deutscher Bankkunden nicht durchzusetzen ist. Und das erst recht nicht, wenn sich die Bundesregierung 2013 den Wählern stellen muss.“

 


Tags: , ,

Keine Kommentare möglich.