Hessen fordert Fingerspitzengefühl bei Bankenregulierung

13. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) nimmt in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Stellung zur laufenden Debatte um die Einführung einer Trennbanken-Systematik.
Schäfer bezeichnet die jüngst von der EU-Expertengruppe um den finnischen Notenbanker Erkki Liikanen vorgelegten Pläne zur bankinternen Abtrennung von Einlagengeschäft und Investmentbanking als „sinnvolle Grundlage“. Diese stellten eine „moderate Regulierung“ dar. Der Minister analysiert: „Die deutschen Banken sind vergleichbar gut durch die Krise gekommen, weil sich das Geschäftsmodell der Universalbanken als belastbar erwiesen hat. Es ist davon auszugehen, dass sich europäische Gesetzgebungsvorschläge am Bericht der Liikanen Group orientieren und eine interne Trennung vorschlagen werden.“ Bei diesem Regulierungsschritt müssen nach Ansicht des Schäfers aber auch die möglichen Effekte weitere Verregelungen beachtet werden: „Für die heimische Kreditwirtschaft und für den Finanzplatz Deutschland ist es wichtig, bei allen Regulierungsvorhaben (neben der Bankenabgabe, Einlagensicherungsfonds, Basel III und eventuell der Finanztransaktionssteuer) das Zusammenwirken aller Kostenfaktoren im Auge zu behalten, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen oder gar in Teilbereichen zu verlieren.“

 


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