Aareal Bank-Chef fordert Regulierungsmoratorium

26. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Vor den Folgen einer unkoordinierten Bankenregulierung warnt der Chef des Wiesbadener Immobilienfinanzierers Aareal Bank, Wolf Schumacher, im Gespräch mit „Euro am Sonntag“.
„Wir müssen in der Tat aufpassen, dass wir den Bogen nicht überspannen. Banken sind Wirtschaftsunternehmen und müssen Gewinne erwirtschaften. Bei einer vernünftigen, zielgerichteten Regulierung gibt es aber tatsächlich noch erheblichen Verbesserungsbedarf, denn die kumulierten Auswirkungen der neuen Vorschriften hat bis heute niemand untersucht“, so Schumacher. Folgend beschreibt der Banker die Notwendigkeit, eines konkreten Fahrplans für die Umsetzung von Regelvorgaben für die Finanzinstitute. „Die Branche weiß bis heute nicht, wann die verschärften Eigenkapitalregeln nach Basel III nun genau eingeführt werden. Müssen wir schon zum 1. Januar 2013 damit rechnen oder nicht?“, führt der Aareal-Chef als Beleg an. Zudem werde schon über weitere Regulierungsschritte diskutiert – obwohl Basel III noch nicht einmal eingeführt sei. „Damit haben wir doch keine Chance, überhaupt festzustellen, ob wir auf dem richtigen Weg sind“, moniert Schumacher. „Ich hielte deshalb ein Regulationsmoratorium bis Ende 2015 für sinnvoll, um die Dinge, die angeschoben sind und an denen seit geraumer Zeit gearbeitet wird, auch ordnungsgemäß und fristgerecht umsetzen zu können.“

 


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