Regulierungspläne für Hochfrequenzhandel treiben Marktakteure um

15. Januar 2013 | Von | Kategorie: Top News

Der Finanzausschuss des Bundestags will morgen Experten zu einem Gesetzentwurf der Bundesregierung anhören, mit dem der Hochfrequenzhandel erstmals gesondert verregelt werden soll.
Im Vorfeld positionieren sich die Protagonisten, Finanzaufsicht und Marktakteure, um die Abgeordneten von ihren Ansichten zu überzeugen. So hat die Bundesbank laut „Handelsblatt“-Bericht eine Stellungnahme zum Hochfrequenzhandel an den Börsen beigesteuert, in der es warnend heißt, dass Fehlleistungen von ultraschnellen Computersystemen zu Marktstörungen und zu einer Fehlallokation von Kapital führen könnten. Nach Ansicht der Bundesbank fehlen auch ausreichende Informationen darüber, „wer den Hochfrequenzhandel betreibt, wo die Firmen angesiedelt sind und welchen Anteil der Hochfrequenzhandel am Gesamthandel ausmacht”. Zugleich fordert die Institution nach Informationen der „Welt“ Augenmaß bei der Regulierung. So werden weitreichende Forderungen etwa nach einer Mindesthaltedauer von Handelsaufträgen von der Bundesbank abgelehnt. „Börse liefert Fakten für Hochfrequenzhandel“, notiert derweil die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Um einer tiefgreifenden Regulierung des ultraschnellen Börsenhandels zu begegnen, habe die Deutsche Börse umfangreiche Daten zu diesem Handelssegment zusammengestellt. „Mit den Daten widerlegt sie den Vorwurf gegen Hochfrequenzhändler, diese würden in schwachen Marktphasen den Abwärtstrend bis hin zu einem Crash verstärken und in besonders hektischen Marktphasen aus dem Markt verschwinden“, berichtet das Blatt. Demnach stellten die ultraschnellen Börsenhändler dem Markt verlässlich Liquidität zur Verfügung – gerade auch in kritischen Marktphasen. Auch das Deutsche Aktieninstitut (DAI) warnte davor, den ultraschnellen Computerhandel an den Börsen pauschal negativ zu bewerten. Dieses Segment bringe den Handelsplätzen Liquiditäts- und damit Preisvorteile.

 


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