Neue Bewegung im Solvency II-Prozess

2. April 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Bei der Hängepartie um die neuen Eigenkapitalregeln für Versicherer in Europa, Solvency II, zeichnet sich durch einen Vorstoß der federführenden Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA endlich Bewegung ab. Behörden-Chef Gabriel Bernardino hat vergangene Woche entsprechende Leitlinien vorgelegt, die bis Mitte Juni von den Marktteilnehmern kommentiert werden können. Danach ist geplant, einen Teil der neuen Solvenzregeln auf nationaler Ebene bereits im kommenden Jahr einzuführen. Von 2014 an sollen Teile der Säulen II und III von Solvency II umgesetzt werden. Außen vor bleiben zunächst die quantitativen Eigenmittelanforderungen aus der ersten Säule des Regelwerks, deren Höhe und Berechnung nach wie vor umstritten ist. Dazu laufe aktuell noch eine Auswirkungsstudie. Mit der neuen Agenda soll eine Interimsphase geschaffen werden, in der sich Versicherer und Aufseher besser auf das kommende Regime vorbereiten können, berichtet die „Börsen-Zeitung“. Das Magazin „Capital“ (online) konstatiert mit Blick auf die EIOPA-Pläne: „Versicherungsaufsicht macht Druck“. Bernardino betonte, dass er weiterhin mit der Kompletteinführung von Solvency II bis Anfang 2016 rechne.

Weitere aktuelle Medienberichte zur Novellierung der Solvenzregeln für die Assekuranz finden Sie analytisch zusammengefasst in unserer täglichen Medienschau. Informationen dazu finden Sie hier.

 


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