Wirtschaftsskandale münden in Forderungen nach schärferer Regulierung

25. April 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

„Macht Geld unmoralisch?“, dieser Frage geht die Wochenzeitung „Die Zeit“ in einem Ethik-Beitrag nach. Im Prolog heißt es hierzu zusammenfassend: „Steuerhinterziehung, Anlagebetrug, Untreue: Wohin man blickt auf den Chefetagen großer deutscher Unternehmen der Staatsanwalt war schon da.“ Folgend zieht das Blatt eine kritische „Bilanz eines Werteverlusts“, berichtet dabei von Schmiergeldzahlungen, Kriminalität von Managern und Bilanzfälschungen. In diesem Kontext werden Rufe nach einer noch stärkeren Regulierung der Vorstandsetagen der Unternehmen – unter anderem werden in dem Beitrag auch Banken genannt – wiedergegeben. In der ausführlichen Analyse wird zudem über das Gerichtsverfahren gegen die frühere Spitze der Privatbank Sal. Oppenheim berichtet, über den Skandal bei der S&K-Finanzgruppe sowie die Durchsuchungen der Deutschen Bank. Weiter heißt es: „Der ehemalige Chef der Bayerischen Landesbank und heutige Hauptgeschäftsführer des deutschen Bankenverbands Michael Kemmer: Anklage wegen Untreue. Der ehemalige Deutschland-Chef der Investmentbank Morgan Stanley Dirk Notheis: Verdacht der Beihilfe zur Untreue.“ Leider, so bedauert es der Autor in seiner Ursachenanalyse, würden Gesetzgeber und Justiz bei der Strafverfolgung der Wirtschaft immer einen Schritt hinterherhinken. Immerhin berichteten die Medien seit einiger intensiver über die Verfehlungen der Manager – mehr Skandale stünden so im Licht der Öffentlichkeit.

 


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