Europäische Banken bekommen US-Unterstützung bei Kampf gegen Fed-Kapitalpläne

26. April 2013 | Von | Kategorie: Top News

Im Kampf gegen höhere Kapitalvorgaben für ihr US-Geschäft finden europäische Banken Unterstützung unter amerikanischen Finanzinstituten.
Wie die englischsprachige „Financial Times“ berichtet, sorgen sich nun offenbar auch US-Banker vor Negativeffekten der von den Aufsehern der Notenbank Fed geplanten Sonder-Regulairen für in den USA tätige internationale Finanzinstitute. Konkret werde etwa vom US-Finanzverband Securities Industry and Financial Markets Association (SIFMA) kritisiert, dass damit der so genannten „Balkanisierung“ (d.h. Zersplitterung) der Bankenregulierung auf internationaler Ebene Vorschub geleistet wird. Die Fed will eine eigenständige Kapitalausstattung der US-Niederlassungen ausländischer Banken – etwa der Deutschen Bank – durchsetzen. „Wir glauben, dass diese Regelung die Risiken im Finanzsystem nicht mindern, sondern erhöhen wird und darüber hinaus die globale Wirtschaft schädigen kann, weil ein fragmentiertes globales Finanzsystem geschaffen wird“, wird Simon Lewis, Chef der Global Financial Markets Association (GFMA – internationales Pendant der SIFMA), von der „Financial Times“ zitiert. Derweil erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Michael Kemmer, im Telefongespräch mit der Redaktion des „Platow Briefs“, dass er an diesem Punkt derzeit noch keine Bewegung bei den US-Aufsehern erkennen könne. Das Thema würde in den USA diametral anders gesehen als in Europa. Es stehe der Vorwurf im Raum, dass ausländische Institute den US-Kapitalmarkt dazu nutzen, um anderswo Geschäfte zu refinanzieren. „Das letzte Wort in dieser Sache ist aber wohl noch nicht gesprochen“, so das Fazit des „Platow Briefs“, der dabei darauf verweist, dass jüngst auch die Bundesregierung gegenüber dem US-Finanzminister Jacob Lew die Problematik angesprochen habe.

 


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