Inside Deutsche Bank

2. Mai 2013 | Von | Kategorie: Top News

FrankfurtZentrales Thema in der heutigen Finanzberichterstattung ist die Quartalsbilanz der Deutschen Bank und in deren Gefolge eine Bilanz zur Positionierung der Bank bei den Großthemen „Regulierung“ und „Kulturwandel“.
Die Kommentare der Medien zur aktuellen Kapitalerhöhung der Deutschen Bank – die parallel zu Bilanzvorlage kommuniziert wurde – sind überwiegend positiv: Diese sei ein „Erfolg auf ganzer Linie“ gewesen, meint etwa das „Handelsblatt“: „Die angebotenen 90 Mio. Aktien waren am Ende vierfach überzeichnet. Die hohe Nachfrage brachte statt des ursprünglich angepeilten Emissionserlöses von 2,8 Mrd. Euro insgesamt 2,96 Mrd. Euro in die Kasse.“ Dabei seien die Vorgaben der Aufseher unter dem Stichwort Basel III schon voll berücksichtigt, obwohl sie erst 2019 umgesetzt sein müssten. Finanzchef Stefan Krause wird mit der Aussage zitiert, dass die Bank Ende 2011 noch mit einer Quote von knapp sechs Prozent recht schwach auf der Brust war. Selbst Kian Abouhossein von JP Morgan, „einer der schärfsten Kritiker der früher zu knappen Kapitaldecke“, sieht die Kapitalerhöhung positiv. Die Deutsche Bank habe mit der neuen Kernkapitalquote eine Marke für die Wettbewerber gesetzt. Allerdings sei das Institut wegen der Unwägbarkeiten in der Regulierung noch nicht über dem Berg.

Thema in der Berichterstattung ist auch der laufende Kulturwandel bei der Deutschen Bank, wo der Kommentator des „Handelsblatts“ weiterhin beträchtliche Defizite sieht: „In schlechten Zeiten nickt jeder mit dem Kopf, wenn der Vorstand Buße ankündigt. Aber erst in guten Zeiten – wie dem ersten Quartal – beweist sich, ob man es ernst nimmt mit dem Kurswechsel. Bisher hat die Bank die Gehaltsstruktur reformiert, aber das reicht nicht. Es fehlen noch handfeste Anleitungen, Verhaltensregeln und Sanktionen, an denen sich die Beschäftigten im täglichen Geschäft orientieren können – was vor allem in den Handelsräumen und bei den ‚Risk Takern‘ extrem notwendig ist.“

 


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