Deutsche Banken mit Fortschritten auf Kapitalseite

6. Mai 2013 | Von | Kategorie: Top News

Deutsche BankenUnter Berufung auf Analysten berichtet „Euro am Sonntag“ von beträchtlichen Fortschritten der deutschen Großbanken auf dem Weg zu stabileren Kapitalpolstern.
„Neue Kapitalmaßnahmen stabilisieren die deutschen Großbanken und verbessern ihre Marktposition“, heißt es einleitend im Beitrag. Mit einer überraschenden Kapitalerhöhung von 3 Mrd. Euro hatte etwa die Deutsche Bank vergangene Woche ihre Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt „und erfüllt damit nicht nur die strengen Basel-III-Vorgaben vorzeitig, sondern nimmt mit einer harten Kernkapitalquote von 9,5 % auch im Branchenvergleich einen Spitzenplatz ein – JP Morgan, Goldman Sachs, Barclays, Citibank oder Credit Suisse liegen darunter, lediglich die UBS darüber.“ Dass die deutschen Großbanken auf dem Weg zu stabileren Kapitalpolstern deutliche Fortschritte machen, sehe inzwischen auch die Bundesbank: „Die acht großen Institute in Deutschland haben den Basel III-Kapitalbedarf in der zweiten Jahreshälfte 2012 um einen zweistelligen Milliardenbetrag gesenkt“, wird Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger zitiert. Im ersten Halbjahr 2012 hatten sie den Kapitalbedarf bereits um ein Drittel auf 32 Mrd. Euro verkleinert. „Die deutschen Banken sind Riesenschritte vorangekommen.“ Mit Blick auf die jüngsten Kapitalschritte deutscher Banken erklärte Lautenschläger, es sei „immer zu begrüßen, wenn Banken ihre Widerstandsfähigkeit stärken“. „Euro am Sonntag“ warnt jedoch vor einer Überbewertung der Fortschritte auf der Kapitalseite: Trotz deutlich verbesserter Kapitalausstattung sei das Risiko weiterer Rückschläge und zusätzlichen Kapitalbedarfs bei den deutschen Großbanken nach wie vor nicht gebannt. Selbst bei der Deutschen Bank stelle sich die Frage, „ob das Institut damit auch für die künftig noch schärferen US-Kapitalvorgaben gerüstet ist“, wird Equinet-Analyst Philipp Häßler zitiert. Nicht zuletzt der hohe Verschuldungsgrad (leverage ratio) des größten deutschen Geldhauses könnte noch weitere Kapitalmaßnahmen nötig werden lassen. Fazit von „Euro am Sonntag“: „Goldene Zeiten brechen für die Häuser – nicht an.“

 


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