Diskussion um Zukunft der Corporate-Governance-Kommission

21. Mai 2013 | Von | Kategorie: Corporate Governance

„Der Spiegel“ berichtet über die Suche von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nach einer neuen Spitze für die Kommission zur guten Unternehmensführung, nachdem der bisherige Vorsitzende seinen Rücktritt angekündigt hatte. In der Analyse heißt es, dass die Kommission in Berlin oftmals „ignoriert oder überrumpelt“ wurde – „ganz gleich, ob es nun um neue Regeln zur Veröffentlichung von Vorstandsgehältern oder zur Besetzung von Aufsichtsratsposten ging“. Daher sei es für die Ministerin nicht einfach, einen Nachfolger zu finden, zumal die Finanzierung des Gremiums alles andere als gesichert sei. Zur Finanzierung heißt es: „Die Summe wird nicht etwa in der Industrie eingesammelt, sondern komplett getragen von jenem Unternehmen, das den Vorsitzenden stellt.“ Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ gibt indes Aussagen des BASF-Chefs Kurt Bock wieder, der sich gar dafür ausspricht, die Kommission aufzulösen. In einem Kommentar wiederum kritisiert die „Süddeutsche Zeitung“ die Aussagen des BASF-Chefs. Die Kommission habe in der Vergangenheit „gravierende Defizite in der deutschen Führungskultur“ beseitigt, Regeln zur guten Unternehmensführung zum Gegenstand der öffentlichen Diskussion gemacht und habe deshalb ihren Sinn.

 


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