Leiter des IDW warnt vor den Risiken von Basel III

22. Mai 2013 | Von | Kategorie: Basel III

In einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ warnt der Leiter des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, vor den Risiken einer falschen Bankenüberwachung. Hüther sieht darin u.a. aus den neuen Bankeneigenkapitalregeln gewisse Risiken erwachsen: Basel III, so der Experte, erschwere durch die Liquiditätsvorschriften künftig den langfristigen Unternehmenskredit. So soll die kurzfristige Zahlungsunfähigkeit einer Bank durch erstklassige und hochliquide Aktiva gedeckt sein; „das Prolongationsrisiko soll durch einen Mindestbetrag an langfristigen Mitteln begrenzt werden. Die Fristentransformation, also die Nutzung kurzfristiger Einlagen zur Finanzierung langfristiger Aktiva, wird dadurch erheblich tangiert.“ So sei zu erwarten, dass der Wettbewerb um stabile Spareinlagen und langfristige Termineinlagen zunehme, mit der Folge einer attraktiveren Einlagenverzinsung, und dass vermehrt langfristige besicherte Bankanleihen emittiert würden. „Im Ergebnis werden die Kreditkosten steigen und vor allem die Kreditvolumina sinken.“ Ob Mezzanine (Misch-)Finanzierungen oder Beteiligungskapital die Lücke füllen können, sei fraglich

 


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