Bernd Knobloch: Basel II-Aussetzung wäre kontraproduktiv

4. März 2009 | Von | Kategorie: Basel III

Nach Meinung des HRE-Aufsichtsrats Bernd Knobloch, müssen sich die deutschen Immobilienbanken wieder auf ihre Wurzeln besinnen. Gleichwohl könne es kein Zurück in die alte Hypothekenbankwelt geben, denn auch künftig würden Verbriefungen mittels Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS) sinnvoll sein, betont er gegenüber dem Branchenblatt „Immobilien & Finanzierung“. Im selbstkritischen Rückblick schätzt der ehemalige Chef des Immobilienfinanzierers Eurohypo diese Produkte, aber auch die Rolle des Staates im Bankwesen und die Aufgabe des Spezialbankprinzips, anders als noch vor wenigen Jahren ein. Nach seiner Ansicht braucht die Branche insgesamt mehr Transparenz. „Wenn wir ein zukunftsfähiges Bankensystem haben wollen, dann müssen die Karten auf den Tisch. In dieser Situation, in der die Institute um Vertrauen werben, wäre eine Verschleierungstaktik das Dümmste, was man tun kann. Daher wäre es kontraproduktiv, Basel II oder IAS/IFRS ganz oder teilweise auszusetzen.“ Einer Bank, die auf diese Weise bestimmte Positionen ihrer Bilanz nicht mehr zeigen müsste, würde kein Investor Geld geben und es würde das Vertrauen in die Kreditwirtschaft insgesamt endgültig ruinieren, so Knoblochs Einschätzung.

 


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