Zunehmende Spannungen zwischen den EU-Aufsichtsbehörden

27. Mai 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die „Börsen-Zeitung“ berichtet von wachsenden Spannungen zwischen den Aufsichtsbehörden innerhalb der EU, über das Ringen um der nationalen Aufsichtsbehörden um ihren Einfluss sowie über zunehmende Machtkämpfe im Spannungsfeld einer wachsenden Einflussnahme der Europäischen Zentralbank als oberste Aufsichtsbehörde. Eingangs ist zunächst von einem massiven Bedeutungsverlust für die EU-Bankenaufsichtsbehörde EBA im Zuge einer Bankenunion die Rede. Dem Bericht zufolge sei es vor allem die Etablierung einer Bankenaufsicht bei der EZB, die für die EBA „eine empfindliche Entmachtung“ bedeuten würde. Derweil würden ihre Pendants für Versicherer und Märkte, EIOPA und ESMA, deutlich mehr Rechte für sich einfordern. Schrittweise sei auf mittlere Sicht zu erwägen, EIOPA eine größere Rolle bei der Aufsicht der größten, grenzüberschreitend tätigen Versicherer zuzuerkennen, wird hierzu Gabriel Bernardino, Chairman der EIOPA, zitiert. Weitere Spannungen zwischen nationalen und europäischen Aufsehern entstünden zudem aus der Art der Finanzierung der Behörden. Aktuell würden ESMA, EIOPA und EBA teilweise durch die nationalen Aufseher finanziert. Wenn die europäischen Behörden wie erwartet mehr Mittel erhielten, dann bleibe damit weniger für die Aufseher in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten übrig. Experten zufolge laufe aber gerade das den Plänen der Politik zuwider, Regulierung und Aufsicht sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zu stärken. (Börsen-Zeitung, 25.5.13/S5)

 


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