Kreditwirtschaft fürchtet überbordende Regulierungskosten

3. Juni 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Die „Börsen-Zeitung“ berichtet von Besorgnis der Deutschen Kreditwirtschaft (DK), dass die Einführung einer europäischen Bankenaufsicht sie mit erheblichen Zusatzkosten belasten könnte. Die Branche setze deshalb auf Unterstützung durch den Bundestag. Der Finanzausschuss höre am Montag öffentlich Sachverständige zu dem Regierungsentwurf an, der die Übertragung der Bankenaufsicht für systemrelevante Institute auf die Europäische Zentralbank (EZB) ermöglichen soll, berichtet das Blatt. Vor allem kritisiert die deutsche Finanzbranche widersprüchliche Aussagen zur Kostenbelastung der Banken im Gesetzentwurf zur EU-Bankenunion. „Kein Verständnis“ gebe es zudem für eine Steigerung der „personellen Kapazitäten“, die mit der Einführung des einheitlichen Aufsichtsmechanismus SSM (Single Supervisory Mechanism) begründet würden, zitiert das Blatt aus einer Stellungnahme der DK.

In einem Interview mit dem „Bankmagazin“ kritisiert indes Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen, dass die Banken beim Thema Regulierung nur ihre eigenen Interessen verfolgen würden. Giegold: „Es ist unsere Aufgabe sicherzustellen, dass die Politik aus Brüssel nicht kleine Banken diskriminiert, beispielsweise mit überproportionalen Regulierungskosten. Lange Zeit haben die Privatbankenverbände über den Umweg Brüssel versucht, das deutsche Bankensystem mit seinen vielen regionalen Geldhäusern zu schädigen.“

 


Tags: , , , , , , ,

Keine Kommentare möglich.