Deutliche Kritik an Gesetzesnovelle zur Managervergütung

6. Juni 2013 | Von | Kategorie: Corporate Governance

Die „Börsen-Zeitung“ berichtet in Zusammenfassung einer Anhörung des Bundestagsrechtsausschusses zur geplanten Aktienrechtsnovelle der Regierungskoalition von heftiger Kritik an dem Vorhaben. So sei die geplante Verlagerung der Kompetenz für die Höhe von Vorstandsvergütungen vom Aufsichtsrat auf die Hauptversammlung unter Fachleuten „auf eine breite Front der Ablehnung“ gestoßen. DGB-Vorstand Dietmar Hexel (Mitglied der Regierungskommission Corporate Governance) erwarte demnach nicht, dass die Vergütung durch die Neuregelung begrenzt wird. Auch Peter Hemeling, Chefsyndikus der Allianz, rechnet durch die Gesetzesnovelle kaum mit Verbesserungen in der Praxis. Die zahlreichen neuen Pflichten zur Vergütung im Corporate-Governance-Kodex hätten bereits einen Umdenkungsprozess bei Dax-Unternehmen in Gang gesetzt. In einem Kommentar (Titel: „Abgewatscht“) zu der Anhörung im Bundestagsausschuss sieht die „Börsen-Zeitung“ die Unzulänglichkeiten des Gesetzesvorschlags zur Managervergütung dem Wahlkampf geschuldet. Fazit des Autors: „Es kommt nicht oft vor, dass die Regierungsfraktionen in einer Bundestags-Anhörung regelrecht abgewatscht werden.“

 


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