Banken machen Front gegen Finanzsteuer

7. Juni 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die „Börsen-Zeitung“ berichtet von wachsenden Widerständen seitens internationaler Banken gegen die in der Eurozone geplante Finanztransaktionssteuer.
„Der Graben zwischen Befürwortern und Gegnern einer europäischen Börsensteuer wird immer tiefer. Die Koalition zeigt sich angesichts der Risiken für den Finanzsektor kompromissbereit, die Koalition hingegen fordert harte Regeln“, heißt es einleitend. Erstmals liefere nun auch eine Studie von Morgan Stanley harte Fakten: So erwarte die US-Bank „Umsatzrückgänge von bis zu 75 Prozent am Terminmarkt“, heißt es. Zudem hätten die Analysten der Investmentbank drei alternative Steuermodelle auf ihre Folgen hin untersucht. Dabei hätten sie für Aktien und Anleihen den vorgeschlagenen Satz von 0,1 % und für Derivate 0,01 % des Nennwerts angesetzt. Das erste Szenario umfasse eine Stempelsteuer ähnlich der französischen. Das zweite Szenario sei eine Abgabe ähnlich der italienischen, bei der auch OTC-Transaktionen besteuert werden. Das dritte Szenario wiederum sehe vor, dass die FTT bei Aktien, Unternehmensanleihen und Rohstoffen fällig wird, dass aber Staatsanleihen, Repogeschäfte und verwandte Derivate ausgenommen werden. Die „Börsen-Zeitung“ veröffentlicht zudem einen Gastbeitrag zum Thema (Titel: „Finanztransaktionssteuer radikaler Umbruch und Chance zugleich“) der zu folgendem Fazit kommt: „Auch wenn das aktuelle Zaudern auf politischer Ebene für Ungewissheit sorgt, schlägt nun gleichwohl die Stunde der Bestandsaufnahme und strategischen Neuausrichtung für alle Marktteilnehmer. Die Einführung der Finanztransaktionssteuer kann für die betroffenen Börsen- und Handelsplätze einen massiven Umbruch bedeuten.“

 


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