EU-Wertpapieraufsicht soll sich des Libor annehmen

7. Juni 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Medienberichten zufolge soll die EU-Wertpapieraufsicht ESMA in Paris künftig Manipulationen des Interbankenzinssatzes Libor verhindern. Laut einem aktuellen Entwurf will EU-Finanzmarktkommissar Michel Barnier künftig alle wesentlichen Indizes von der ESMA überwachen lassen. Das Nachsehen beim Libor hätte dann der bei dem Thema „verbrannte“ Finanzplatz London, heißt es. Dem Entwurf zufolge soll ESMA als für EU-weit wichtige Benchmarks zuständige Behörde nicht nur von dazu autorisierten Stellen Daten zur Ermittlung einer Benchmark anfordern können, sondern etwa auch über den Verhaltenskodex ihres Verwalters bestimmen können. Der Entwurf sehe zudem vor, „dass der Verwalter einer EU-weit wichtigen Benchmark die zu seiner Bestimmung verwendeten Daten nach ihrer Publikation so weit wie möglich veröffentlicht.“ Laut „Börsen-Zeitung“ hätten ESMA und die europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA am Donnerstag bereits einen Bericht mit Prinzipien für das künftige Benchmark-Ermittlungsverfahren in der EU veröffentlicht. Diese Grundsätze gäben allen Beteiligten innerhalb der EU Klarheit darüber, was von ihnen erwartet werde, so der ESMA-Vorsitzende Steven Maijoor. (weitere Quellen: Handelsblatt, Die Welt)

 


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  1. [...] Bestimmung verwendeten Daten nach ihrer Publikation so weit wie möglich veröffentlicht“. (vgl. RMRG vom 7.6.)   Tags: ESMA, Finanzmarktregulierung, [...]