Rigide Vorgaben für Banker-Vergütung erwartet

10. Juni 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

RisikoWas die Umsetzung der vom globalen Finanzstabilitätsrat ausgehenden Vergütungsvorgaben angeht, so muss sich die deutsche Finanzbranche darauf einstellen, dass die entsprechenden Vorgaben rigide ausfallen.
Diese Ansicht vertrat Martin Emmerich, Leiter Financial Services Practice bei Towers Watson, auf einem Symposium des Beratungshauses in Frankfurt. Demnach dürfte die BaFin konkrete Kriterien dafür formulieren, welche Mitarbeiter als Risikonehmer besonderen Einschränkungen der Vergütung unterliegen sollen. Darauf deute auch der jüngste Vorstoß der European Banking Authority (EBA) hin. Zudem habe Europas Bankenaufsichtsbehörde Ende Mai detaillierte Voraussetzungen für die Klassifikation von Risikonehmern veröffentlicht, darunter etwa eine Vergütung von insgesamt mehr als 500.000 Euro jährlich. Laut Andreas Dombret, Vorstand der Bundesbank, könnten die Vorschläge der EBA zur Identifikation von Risikoträgern „zu faireren Wettbewerbsbedingungen beitragen“. Letztlich halte die Verwirklichung der Vergütungsvorgaben diverse Unwägbarkeiten für die Branche bereit, so Towers-Watson-Mann Martin Emmerich. So sei angesichts der europaweit beschlossenen Begrenzung von Boni auf grundsätzlich das Volumen der Fixvergütung noch unklar, ob Leistungen der Altersvorsorge zur Fixvergütung zählten. Letztlich gebe es laut „Börsen-Zeitung“ „Vorgaben zuhauf“. Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Vergütungsgrundsätze des globalen Finanzstabilitätsrats werden in dem Beitrag der „Börsen-Zeitung“ allein auf EU-Ebene folgende Stichworte genannt: Eigenkapitalrichtlinie CRD III/IV, Solvency II, Fondsrichtlinie UCITS V für Publikumsfonds, Fondsrichtlinie AIFM für alternative Produkte.

 


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